Lederstiefel
Ursprünglich war der Lederstiefel ein wichtiges und funktionales Kleidungsstück. Er sollte die Füße bei schlechtem Wetter wie zum Beispiel Wind und Regen, sowie in der kalten Jahreszeit, wenn Schnee und Eis den Weg erschwerten, schützen. Deshalb mussten die Stiefel wichtige Anforderungen erfüllen. Sie mussten stabilen Halt geben und über eine lange Haltbarkeit verfügen. Dabei durfte ein gewisses Maß an Komfort nicht verloren gehen: Die Stiefel durften nirgends drücken und gleichzeitig mussten sie auch noch die Füße wärmen.
Diesen Anforderungen muss ein Stiefel heutzutage höchstens in einigen ausgewählten Arbeits- und Freizeitbereichen gerecht werden, wie zum Beispiel im Bergbau, bei Waldarbeitern, sowie beim Wandern und Bergsteigen.
Bei Männern sind Stiefel generell aus der Mode gekommen - denn wer will schon in dicken Winterstiefeln im Büro oder beim Kunden erscheinen?
Ganz anders sieht es allerdings in der Damenwelt aus. Der Stiefel war und ist ein wichtiger Teil des Erscheinungsbildes und spielt deshalb in der
Modewelt eine wichtige Rolle. Dass Frauen einen Schuhtick haben, ist inzwischen allseits bekannt - und der Stiefel bietet sich bestens an, diesen
Tick voll und ganz auszuleben. Schließlich gibt es kein anderes Schuhwerk, welches aufgrund seiner Größe so viel Fläche zum Designen und Verändern
anbietet. Somit ist auch die Vielfalt an unterschiedlichen Modellen beim Stiefel vermutlich die größte. Es gibt kaum ein Schuhlabel, das keine
Stiefel im Programm hat.
Das wohl beliebteste Modell in der Damenwelt ist der fast bis auf Kniehöhe reichende Lederstiefel aus schwarzem Glattleder. Dieses Modell gehört auf jeden Fall zur Grundausstattung einer modebewussten Frau. Serien wie "Sex and the City" haben dazu beigetragen, dass inzwischen auch Schülerinnen unbedingt über solche Stiefel verfügen müssen. Wer sich die mindestens 400 Euro teuren Luxusstiefel nicht leisten kann, gilt als out. Da bleibt den zahlenden Vätern nur zu hoffen, dass die Töchter das edle Schuhwerk den nächsten Winter wieder tragen werden.